Vierzig Jahre nach dem Putsch in Chile –

Die Antikapitalistische Linke in der Partei „Die Linke“ lädt ein:
Vierzig Jahre nach dem Putsch in Chile –
Internationale Solidarität heute
In den Morgenstunden des 11. September 1973 wurde der demokratisch gewählte
Präsident Chiles und Sozialist Salvador Allende von der Armee seines Landes aus dem
Amt geputscht und in den Selbstmord getrieben. Der Putsch in Chile beendete den
Versuch einer demokratisch gewählten Regierung der Volksfront, einen sozialistischen
Entwicklungsweg zu gehen. Unter der Militärjunta von Augusto Pinochet wurden fast
4.000 Menschen gefoltert und umgebracht. Bis heute ist das Schicksal von Tausenden
„Verschwundenen“ nicht geklärt. An Vorbereitung und Ausführung des Putsches 1973
waren CIA und US-amerikanische Militärs unmittelbar beteiligt.
Das Militär setzte junge Ökonomen, die an der Universität Chicago, einem Zentrum
des Neoliberalismus, studiert hatten, die sogenannten „Chicago Boys“ auf wichtige
Ministerstühle. Entsprechend sah die Politik in Chile aus: Die Gewerkschaften wurden
verboten, ihre Funktionäre verfolgt, gefoltert und ermordet. Zur Inflationsbekämpfung
erhöhte die Zentralbank die Zinsen auf 178%, die Wirtschaft schrumpfte
um 15%. Die Reallöhne fielen um ca. 60%, die Arbeitslosigkeit verdoppelte sich. Der
gesamte staatliche Sektor wurde inklusive Schulen, Universitäten und Rentenversicherung
privatisiert. Die Diktatur dauerte bis 1988/89, aber die Verfassung und
die sozioökonomischen Strukturen wurden seitdem kaum geändert.
Auch in den Zentren des Kapitalismus machte der Neoliberalismus Schule. Reagan und
Thatcher setzten ebenfalls auf eine Schocktherapie zur Inflationsbekämpfung mit der
Folge höherer Arbeitslosigkeit, setzten Privatisierungen in großem Stil durch und
bekämpften die Gewerkschaften.
Mittlerweile unterstehen die Länder der europäischen Peripherie dem Troika-Diktat
einer neoliberalen Politik. Auch hier gleichen sich die Rezepte: massive Senkung der
Staatsausgaben, mit der Folge einer Dauerrezession und einem rasanten Anstieg der
Arbeitslosigkeit, massive Lohnsenkungen, Privatisierungen und Zerstörung der Sozialsysteme.
Die Demokratie ist dort weitgehend ausgehebelt, denn das wichtigste Recht
der Parlamente, das Budgetrecht, existiert angesichts der brutalen Haushalts-Auflagen
faktisch nicht mehr.
Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, den 04.09.13, 19:00 Uhr
im Naturfreundehaus Kapellenstraße 9a, Köln-Kalk (Hst. Kalk-Kapelle)
Referenten: Werner Ley (AKL und Koordinationsausschuss Chile-Komitees)
Hubert Schönthaler(Griechenland-Solidaritäts-Komitee Köln)
Weiterer Terminhinweis:
Mittwoch, den 11.09.2013: Demonstration in Düsseldorf
18:30 Kundgebung Hbf/ US-Konsulat – 19:00 Demonstration
21:00 Abendprogramm im Linken Zentrum , Corneliusstraße 108, Düsseldorf

Dieser Beitrag wurde unter News/Termine veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.