Naturfreundehaus_Kalk / Naturfreunde

Zum Naturfreundehaus Kalk:

Das Naturfreundehaus Köln-Kalk ist eins von fünf Naturfreundehäuser im Eigentum der Ortsgruppe Naturfreunde Köln e.V. Vier von den fünf Häusern der Kölner Naturfreund*innen sind von den Naturfreund*innen in den 1950er-Jahren selber gebaut worden. Pächter des Naturfreundehauses Kalk und Gastgeber der Initiativen im Rahmen der AntiRassismus–Wochen ist der Verein Naturfreundehaus Kalk e.V., dessen Mitglieder ebenfalls Naturfreund*innen sind.

Der Verein mit derzeit sieben aktiv Tätigen übernimmt alle notwendigen handwerklichen, putzenden, gestaltenden, gärtnerischen Arbeiten im Haus und ermöglicht vielen verschiedenen Gruppen die Nutzung des Hauses.

Ein naturpädagogisches Angebot unseres Vereins ist der Walderlebnistag für Grundschulklassen. Ziel der Aktivitäten des Hausvereins ist die Unterstützung der Vielfalt im Stadtteil Kalk. Zu den regelmäßigen Nutzer*innen des Naturfreundehauses Köln–Kalk gehört die Bezirksgruppe Kalk der Naturfreunde Köln BG Köln-Kalk, die ebenfalls aktiv gesellschaftspolitisch in den Stadtteil hinein wirkt und mit vielen anderen engagierten Akteuren in Kalk vernetzt ist.

Der 100-qm-große Saal mit Selbstversorgerküche ,Terrasse und großem Garten im Naturfreundehaus bietet jährlich jedes Wochenende und an Werktagen Platz für Veranstaltungen, und weitere Gruppen nutzen wochentags die Gruppenräume. Daneben ermöglichen wir durch ein jugendgemäßes Unterkunftsangebot zum ‚Wohnen auf Zeit‘ jährlich bis zu zwanzig jungen Erwachsenen, den Studien-/Berufsstart auch bei steigender Wohnungsnot zu schaffen. So können wir die von den Erbauern übernommene Hausstruktur weiterhin im Sinne von Jugendarbeit im Sinn der Vereinssatzung nutzen.

 

 

 

 

 

Vom Kölner Hauptbahnhof mit der Bahn oder S-Bahn (Linien 6+11) zum Bahnhof Köln-Deutz, weiter zur U-Bahn Haltestelle ca. 100 m nach links, sodann mit der Straßenbahn/U-Bahn Linie 1 (Richtung Bensberg) oder 9 (Richtung Königsforst) bis zur Haltestelle Kalk-Kapelle (Kalker Hauptstraße). Fahrzeit ca. 5 Minuten, 3 Stationen von Deutz aus. Bei der Kirche in die Kapellenstraße einbiegen. Nach ca. 50m liegt das Naturfreundehaus (NFH) zurückgesetzt auf der linken Seite.

Ort: Naturfreundehaus Kalk Kapellenstraße 9a 51103 Köln-Kalk

http://naturfreundehaus-kalk.de

Weitere Infos:
Die Naturfreunde haben sich 1895, vor 124 Jahren, gegründet. Die Bewegung ist aus der Arbeiterbewegung entstanden. Das Anliegen war und ist, sich für die gesellschaftspolitischen Themen und Lebensbedingungen sowie für unsere Natur einzusetzen. Themen wie Solidarität, Umweltschutz, Gegen-Rassismus und viele andere sind Überzeugungen der Naturfreund*innen, ebenso Werte wie Mitmenschlichkeit und Internationalismus..

Die Naturfreunde wurden in der Nazi-Zeit verboten und und von ihren Naturfreundehäusern enteignet.

Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands, warnte beim Aufruf zu den Menschenketten gegen Rassismus im Juni 2016 eindringlich vor den Folgen von Ausgrenzung und Nationalismus: „Die europäische Schreckensgeschichte des letzten Jahrhunderts hat gezeigt, wo Ausgrenzung und Nationalismus enden: in Gewalt und Krieg. Das gilt auch heute. In der Flüchtlingsfrage müssen wir zeigen, dass wir daraus gelernt haben. Das ist ein Lackmustest, denn nur eine Gesellschaft, die dem Rassismus keinen Raum gibt, ist eine humane Gesellschaft.“

Die Naturfreunde sind Mitglied im Bündnis Aufstehen gegen Rassismus.

Die Naturfreundejugend, die Jugendorganisation der Naturfreunde, schreiben auf ihrer Webseite:Die Stimmung in Deutschlands verschärft sich weiter. Versteckte und offene rechte Sprüche sind scheinbar wieder normal geworden. Komplexe Probleme werden vereinfacht und pauschalisiert, wie „massenhafte Zuwanderung“, die „politische Ideologie des Islam“ und die „links-grün Versifften“. Präsentiert werden „einfache“ Lösungen wie „Grenzen zu“, „Ausländer raus“ und die „Wiederherstellung deutscher Werte“.

Wir als Naturfreundejugend wollen keine „einfachen“ Lösungen, sondern begeben uns auf die Suche nach echten Alternativen. Wo möglich, nehmen wir geflüchtete Kinder und Jugendliche mit auf unsere Freizeiten. Wir beschäftigen uns mit Rassismus und überlegen, wie wir unseren Verband bunter und diverser machen können.

Die Geschichte der Naturfreunde lehrt uns, wachsam zu sein. Unter dem NS-Regime war unser Verband verboten und viele aufrechte Mitglieder wurden verfolgt, eingesperrt und ermordet. Wir positionieren uns deshalb aktiv gegen rechte Parolen und sorgen mit unseren Fahrten dafür, dass die Vergangenheit nicht in Vergessenheit gerät.

Unsere Alternative heißt Solidarität! Gegen Rechts!

Wir kämpfen seit jeher für die Solidarität unter den Menschen. Ausgrenzung und Hass haben bei uns keinen Platz. Auf Aktionen, Seminaren und Gedenkstättenfahrten beschäftigen wir uns mit dem Thema und positionieren uns gegen rechtes Gedankengut.