13.11.2015: Aktiv gegen Krieg und Militarisierung

Aktiv gegen Krieg und Militarisierung
Tair Kaminer und Yaron Kaplan verweigern den Kriegsdienst in Israel.
Die 18-jährige Tair Kaminer wendet sich mit ihrer Entscheidung gegen die
Besatzungspolitik der israelischen Regierung in der Westbank und
Ost-Jerusalem: „Das israelische Militär übt die Kontrolle über mehr als
3,5 Millionen PalästinenserInnen aus. Ungleichheit zwischen Menschen und
Menschenrechtsverletzungen sind die Folge. Aber ich möchte auch auf den
Schaden hinweisen, den die israelische Gesellschaft davonträgt. Sie ist
weit davon entfernt, eine Demokratie zu sein, so lange die Besatzung
weiter existiert.“
Der 21-jährige Yaron Kaplan entschied nach zwei Jahren Militärdienst,
jede weitere Dienstableistung zu verweigern: „Wir müssen den
PalästinenserInnen die Hand entgegenstrecken, um den Kreislauf der
Gewalt zu durchbrechen. Ich liebe mein Land. Mein Handeln entspringt der
großen Sorge um seine Zukunft. Es ist mein innigster Wunsch, dass das
jüdische Volk in Frieden, Wohlstand und Sicherheit im eigenen Land leben
kann. Aber es ist auch klar, dass dies nur geschehen kann, wenn wir den
PalästinenserInnen ebenfalls zugestehen, dass sie hier in Frieden,
Wohlstand und Sicherheit leben. Denn es ist auch ihr Heimatland.“
Sie werden sowohl über ihre jeweiligen Motive zur
Kriegsdienstverweigerung berichten, aber auch die Hintergründe und
aktuellen Entwicklungen des Konflikts in Israel/Palästina, insbesondere
in Bezug auf deren Bedeutung für Jugendliche, beleuchten.

Träger der Veranstaltungsreihe sind Connection e.V. und das DFG-VK
Bildungswerk Hessen.

Veranstaltung (DFG/VK Gruppe Köln , Friedensbildungswerk Köln
und Kölner Friedensforum) mit zwei israelischen KriegsdienstverweigerInnen
am 13.November um 19:30 Uhr im Naturfreundehaus Kalk, Kapellenstr. 9a
(KVB-Haltestelle Kalk Kapelle, Linien 1 und 9)

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Flyer zur Veranstaltung

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